Behandlungen

Klassische Massage
 

In der westlichen Hemisphäre ist die klassische Massage, auch schwedische Massage genannt, die wohl bekannteste manuelle Reiztherapie mit welcher mittels verschiedener Griffe wie Streichungen, Knetungen, Friktionen und Schüttelungen, am Körper gearbeitet wird um spezifische Wirkungen zu erzielen:

 

  • Schmerzlinderung 

  • Steigerung der Durchblutung

  • Entspannung der Muskulatur

  • Verbesserung des Zellstoffwechsels

  • Lösen von faszialen Verklebungen 

  • Senkung des Blutdruckes

  • Reduktion von Stress

  • Steigerung des Wohlbefindens

 

Indikationen für die klassische Massage:

 

  • Schmerzen oder Störungen am Haltungs- und Bewegungsapparat

  • Muskuläre Verspannungen

  • bei allen degenerativen orthopädischen Erkrankungen (z.B. Arthrose)

  • Spannungskopfschmerzen und Migräne 

  • zur Rehabilitation und Regeneration

  • Nervenbedingte Störungen

 

Die klassische Massage wird als Teil- oder Ganzkörpermassage angewendet. Sie wird den aktuellen Beschwerden und den Bedürfnissen des Klienten ausgerichtet. Nach einer gründlichen Anamnese und Befunderhebung werden Behandlungsplan und -ziele gemeinsam erstellt. 

 
Fussreflexzonen-Therapie

Die Fussreflexzonen-Therapie ist eine Sonderform der Reflexzonentherapie und gehört zur Gruppe der Komplementärmethoden. Als Ordnungs- und Regulationstherapie beschränkt sie sich auf die therapeutische Arbeit am Fuss und mag ihre Wirkung im ganzen Organismus entfalten. Die Fussreflexzonen-Therapie kann auch gezielt bei spezifischen gesundheitlichen Beschwerden eingesetzt werden.

Indikationen:

  • Haltungsschäden

  • Zervikal- oder Lumbalsyndrom

  • Muskuläre Verspannungen

  • Bewegungseinschränkungen der Gelenke

  • Verdauungsbeschwerden

  • Funktionelle Zyklusstörungen

  • Chronischer oder akuter Schnupfen 

  • Sinusitis

  • Anfälligkeit für Erkältungen

  • Lymphatische Belastungen, v.a. auch bei Kindern

  • Allergien

  • Kopfschmerz verschiedner Art und Genese

  • Zahnbeschwerden

Aus der Geschichte verschiedener Kulturen geht hervor, dass den Füssen eine grosse und vielschichtige Bedeutung zugeschrieben wurde. Aus dem alten Ägypten gibt es 4500 Jahre alte Piktografien, welche die Behandlung an Hand und Fuss darstellen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Arbeit des amerikanischen Arztes Dr. William FitzGerald massgebend für die Etablierung dieser Methode. Das von ihm entwickelte 10-Zonen-Raster des Fusses wird heute noch als Orientierungshilfe für die therapeutische Arbeit verwendet. Ein weiteres Arbeitsmodell ist die Formenähnlichkeit des Fusses mit der Silhouette eines sitzenden Menschen. Der Fuss wird darin als Mikrosystem betrachtet und ist ein Abbild des Körpers (Makrosystem). Von dieser Ansicht aus werden die „Reflex“-Zonen definiert. Es sind keine Reflexe im nervalen Sinne, sondern Zonen welche das Makrosystem auf der kleinen Fläche (Mikrosystem) des Fusses spiegeln - ganz im Sinne einer Spiegel“reflex“kamera.

 

Die Fussreflexzonen-Therapie setzt voraus, dass die Klientin/ der Klient auf die Berührung an den Füssen anspricht. Nach einem gründlichen Zonenbefund am Fuss wird Behandlungsplan und -ziel gemeinsam erstellt. Die Dauer der ersten Sitzung ist 60 Minuten, danach können die Behandlungen je nach Indikation auch kürzer ausfallen. Diese Methode kann gut in Kombination mit anderen Methoden angewendet werden.

 
Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage ist Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) und zielt darauf ab, mittels sanften Griffen, das Flüssigkeitsgleichgewicht im Körper wieder herzustellen. Es ist die bislang bewährteste manuelle Methode zur Behandlung von Ödemen, v.a. in Kombination mit den drei weiteren Säulen der KPE: Kompression, Bewegungstherapie und Hautpflege/-schutz. 

 

Indikationen für die manuelle Lymphdrainage:

  • Lymphödem jeder Genese

  • Phlebödem

  • Lipödem

  • traumatisches Ödem

  • postoperatives Ödem

  • Arthrosen

  • CRPS I (Morbus Sudeck)

  • rheumatische Erkrankungen

  • Schwangerschaftsödeme

  • als Anti-Aging-Behandlung

  • nach einem Infekt

  • als Begleitung einer Entschlackungs- oder Fastenkur

Die Wirkungsweise der manuellen Lymphdrainage:

  • verbesserter Abtransport der lymphpflichtigen Lasten

  • Schmerzlinderung 

  • Verbesserte Mobilität

  • Entspannung

  • Vegetativer Ausgleich

  • Anregung des Immunsystems

Neben dem Blutkreislauf aus Venen und Arterien besteht unser Körper aus einem weiteren Flüssigkeitssystem, dem sogenannten Lymphsystem. Es ist das Reinigungssystem in unserem Körper und ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Die im ganzen Körper verteilten Lymphgefässe transportieren Flüssigkeit (bis zu 2 Liter am Tag) aus den Zellzwischenräumen zu den Lymphknoten, wo sie in Nähe des Herzen im venösen Blutsystem münden. Verschiedene Ursachen führen zu einer Störung des Lymphsystems. Wenn die Lymphe nicht abtransportiert werden kann, oder schlichtweg zu viel Flüssigkeit in die Zellzwischenräume gelangt, führt dies zu einer lokalen Stauung (Ödem) und falls unbehandelt, zu gravierenden Schäden im betroffenen Gebiet. Die manuelle Lymphdrainage in Kombination mit zusätzlichen Massnahmen der KPE, wirkt diesem Geschehen effektiv und nachhaltig entgegen.

 
Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage, auch subkutane Reflextherapie, wurde 1929 von der deutschen Krankengymnastin Elisabeth Dicke entwickelt. Mittels spezifischer Griffe, welche Zug- und Dehnreize auf Ober- und Unterhaut setzen, kommt es lokal, entlang den Segmenten (Dermatomen) und in den entfernten, aber mit der Haut über den Reflexbogen verbundenen Organen und Geweben, zu heilsamen Wirkungen wie:

 

  • Schmerzreduktion

  • Normalisierung von Organfunktionen

  • Durchblutungsteigerung und Regeneration aller Gewebe

  • Muskeldetonisierung 

  • Auflösung von faszialen Verklebungen

  • Psychische Stabilisierung

  • Allgemeiner vegetativer Ausgleich

  • Stressabbau

Indikationen für Bindegewebsmasse sind:

 

  • Chronische funktionelle Störungen und Beschwerden 

  • Wirbelsäulenbedingte Muskelspannungsstörungen

  • Radikuläre Syndrome

  • Folgen von Bandscheibenoperationen

  • Narbenbeschwerden und Kontrakturen

  • CRPS I (Morbus Sudeck)

  • Arthose

  • Traumatische Gelenkschäden

  • Periarthropathien

  • Tendopathien

  • Zentrale und periphere Paresen

  • Bronchialerkrankungen

  • Arterielle Gefässerkrankungen

  • Chronische Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colon irritabile)

  • Sklerodermie

  • Durchblutungsstörungen

  • Magen-, Darm-, und Blasenentleerungsstörungen

 

Der Wirksamkeit der Bindegewebsmassage liegt vor allem neuronalen Mechanismen, bzw. den Reflexvorgängen im Körper zugrunde. Die verursachten Zugvorgänge dieser Methode setzen Reize, welche im wesentlichen auf das lockeren Bindegewebe der Subkutis wirken, wo die Mehrheit der Rezeptoren und freien Nervenendigungen liegen. Sensible Nerven (Afferenzen) leiten die Reize zum Rückenmark und Gehirn. Dort werden einerseits segmentale Reflexe und Golbalreaktionen, aber auch psychische Befindungsänderungen ausgelöst, welche über die rückläufigen motorischen und vegetativen Bahnen und Nerven (Efferenzen) zu verschiedenen Reaktionen im Körper führen.

 

Diese Methode kann sehr gut mit anderen Therapieformen kombiniert werden und wird in Reizstärke dem Klienten angepasst.

 
Lomilomi-Massage

Lomilomi ist eine aus Hawaiʻi stammende Massageform und zentraler Teil des ganzheitlichen Gesundheitskonzepts der Inseln. Die Körpertherapie leistet in sämtlichen Bereichen der Behandlungsabfolge Prävention – Therapie – Rehabilitation ihren Beitrag. In Lomilomi finden neben den eigentlichen körpertherapeutischen Handlungen verschiedenste Gesundheitspraktiken – Osteopathie, Chiropraktik, Heilkräuterkunde, Meditation – zusammen.

 

"Lomilomi" bedeutet kneten, massieren, durchwalken sowie nach innen und nach aussen arbeiten. Lomilomi-Praktiker*innen wenden Hände, Unterarme, Finger, Ellbogen, Knie, Füsse und Stäbe sowie Steine an. Die Massage kann mit oder ohne Öl/Crème ausgeführt werden; die Kundschaft ist bekleidet oder unbekleidet, wird aber immer mit Tüchern zugedeckt.

 

Die Wirkungsweise von Lomilomi basiert auf dem hawaiischen Denken, das Körper, Geist und Bewusstsein des Menschen als eine Einheit betrachtet. Diese Einheit ist grundsätzlich zur Selbstregulierung (Homöostase) fähig; doch Verspannungen aller Art und Ursprungs – körperlich oder psychisch – führen zu eingeschränkter Beweglichkeit und somit Schmerzen bis hin zu Blockaden, Entzündungen und physischer Verkümmerung. Zudem behindern die Verspannungen die Versorgung des Körpers via Blutkreislauf, Nervenbahnen und Lymphsystem, was zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustands führt. 

Im Gegensatz zu anderen Massagen gehören zum Hauptfokus von Lomilomi nicht nur Muskeln, Faszien und Gelenke, sondern auch das Skelett und die inneren Organe. Die Knochen gelten in Hawaiʻi als der Sitz von Kraft und Wissen; der Bauch – Sitz des enterischen Nervensystems und komplexes Geflecht von Nervenzellen – ist zentral für unser Wohlbefinden wie auch unser Immunsystem. Deshalb erhält das sogenannte Bauchhirn bei einer Lomilomi-Körpertherapie weit mehr Aufmerksamkeit als bei anderen Techniken. 

Zusammenfassend gesehen ist Lomilomi eine komplementärmedizinische Methode, die in sämtlichen Bereichen der Behandlungsabfolge Prävention – Therapie – Rehabilitation ihren Beitrag leistet. So kann die Lomilomi-Massage sowohl von gesunden Menschen in Anspruch genommen werden, die ihre Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit verbessern wollen, wie auch von Menschen, die aufgrund von Krankheit, Unfällen oder anderweitig bedingter Einschränkungen einer Körpertherapie bedürfen. 

Eine Lomilomi-Massage vermag den physischen wie auch den psychischen Zustand des Menschen positiv zu beeinflussen, wodurch auch das innere Gleichgewicht wiederhergestellt und die Entfaltung der eigenen Kraft ermöglicht wird. Angewendet werden kann Lomilomi bei allen Menschen: Die Klient*innen entstammen sämtlichen Altersstufen und den verschiedensten soziokulturellen Umfeldern. 

 

Methodenbeschrieb und © AlohaSpirit GmBH

Die Lomilomi-Massage kann als 90 oder 120 Minuten-Behandlung gebucht werden.

 
Schwangerschaftsmassage

Eine auf die werdende Mutter massgeschneiderte Massage wirkt sich äusserst wohltuend auf die Mutter und ihr ungeborenes Kind aus. In dieser einzigartigen Zeit durchläuft der weibliche Körper viele grosse Veränderungen, welche sich manchmal auch als Beschwerden äussern. Darunter zählen:

  • Rückenverspannungen

  • Nackenverspannungen

  • Ödeme in den Beinen

  • Verdauungsbeschwerden

  • Lumbalgie

  • Schlafstörungen

Mittels der Massage können diese Beschwerden gezielt, aber sanft gelöst werden. 

Auch ohne Beschwerden ist diese Behandlung für die Frau eine Bereicherung, indem mit sanfter Berührung Raum und Ruhe für die Mutter und ihr ungeborenes Baby entsteht.

 

Diese Massage kann ab dem 3. Schwangerschaftsmonat gebucht werden. Es empfiehlt sich eine Behandlung von 60 oder 90 Minuten.