Methodenbeschrieb

Lomilomi-Massage

Hintergrund

Lomilomi ist eine aus Hawaiʻi stammende traditionelle Massageform. Das hawaiische Wort "Lomilomi" bedeutet kneten, massieren, durchwalken sowie nach innen und nach aussen arbeiten. 

Lomilomi-Praktiker*innen wenden Hände, Unterarme, Finger, Knöchel, Ellbogen, Knie, Füsse und Stäbe sowie Steine an. Die Massage kann mit oder ohne Öl/Crème ausgeführt werden; die Kundschaft ist bekleidet oder unbekleidet, wird aber immer mit Tüchern zugedeckt. 

Die heute angewendete Lomilomi-Form ist eine Synthese aus fünf Kontexten, in denen Lomilomi traditionell eingesetzt wurde. Die Massage kam zum Zuge: 

  1. als Therapiemethode bei verschiedensten körperlichen Anliegen, diagnostiziert und behandelt von einheimischen Spezialistinnen und Spezialisten, genannt Kahuna (1) laʻau lapaʻau (Heiler) und Kahuna Haha (Diagnostiker). Therapiert wurden nicht nur alltägliche Krankheiten und Beschwerden; auch gebrochene Knochen wurden gerichtet und Geburten begleitet 

  2. als Unterstützung der Verdauung und zur Aktivierung der inneren Organe (2), u.a. auch bei den Mitgliedern der königlichen Familie 

  3. als Erholungs- und Entspannungsmassage in der Familie sowie als Engagement für das Wohlergehen der Gemeinschaft (Dorf, Schule) 

  4. als Ausdruck der Gastfreundschaft; Lomilomi wurde Besucherinnen und Besuchern – neben Essen und Schlafplatz – angeboten 

  5. als Bestandteil der hawaiischen Kampfkunst «Lua», durchgeführt von den ‘Olohe lua (Meister in Lua). ​​

Die künftigen Praktizierenden wurden bereits in der Kindheit ausgewählt. Hinweise bei der Geburt, Wetterereignisse, Zeichen am Körper und ein offensichtliches Interesse am Thema waren Grundlage für die Auswahl. Erst nach zehn oder mehr Jahren Studium konnten sie zu praktizieren beginnen; das Erreichen der „Meisterschaft“ (Kahuna) dauerte Jahrzehnte. Alle Lomilomi-Meister hatten und haben auch heute noch ein grosses Ansehen in der Gesellschaft. 

Wie jede Tätigkeit im Hawaiʻi der Vergangenheit wurde auch Lomilomi zusammen mit Gebeten vollzogen. Entsprechend beschreibt die hawaiische Lomilomi-Kupuna (3) Margaret Machado (4) Lomilomi als „Gebetsarbeit“. 

 
Geschichte

Die ersten Menschen auf Hawaiʻi, eingewandert aus Polynesien, brachten ihre eigenen Massageformen und Körperarbeit nach Hawaiʻi. Daraus entwickelte sich über Jahrhunderte schliesslich Lomilomi. Die Massage verbreitete sich bis in die entlegensten Täler und wurde Teil der traditionellen Gesundheitsvorsorge auf den Inseln. 

Als 1820 die ersten amerikanischen Missionare nach Hawaiʻi kamen, erliessen sie Gesetze, welche nicht nur jegliche Verehrung hawaiischer Gottheiten, sondern auch die hawaiische Sprache, die Gesänge der Inseln, die traditionelle Kampfkunst Lua sowie die gesamte hawaiische Heilkunde verboten. Lomilomi wurde in den Untergrund gezwungen. Da die Massage aber bei den europäischen und amerikanischen Siedlern – inklusive Hawaiʻi-Entdecker Kapitän James Cook – wie auch bei der hawaiischen Oberschicht beliebt war, konnte die Massage überleben. 

Aufgrund der grossen Nachfrage wurde Lomilomi im Jahr 1947 vom hawaiischen Board of Massage (5) wieder erlaubt. Allerdings verlangte das Board von den Praktizierenden, eine Prüfung in Anatomie, Physiologie und Massage-Theorie abzulegen. Diese staatliche Kontrolle missfiel jedoch vielen der bekannten und weit herum anerkannten indigenen Massage-Spezialisten. Sie weigerten sich, die geforderte Prüfung abzulegen und behandelten weiterhin im Untergrund. 

Erst 2001 kam es zu einer allgemein akzeptierten Lösung. Ein Gesetz regelt nun den Umgang und erlaubt, dass lizenzierte Massagetherapeuten/innen und ausgebildete Ärzte/Ärztinnen hawaiischer Abstammung direkt vom Hawaiian Medical Board (6) zertifiziert werden können, und zwar ohne zusätzliche Prüfungen. Inzwischen ist die Lomilomi-Massage wieder zentraler Teil des ganzheitlichen Gesundheitskonzepts auf Hawaiʻi und verbreitet sich dank des Erfolgs auch über die ganze Welt. Grund für die Beliebtheit: Im Lomilomi finden verschiedenste Gesundheitspraktiken – von Heilkräuterkunde über Osteopathie und Chiropraktik bis zu Meditation – zur Einheit. Gleichzeitig ist Lomilomi mit den Zeremonien und Ritualen der lokalen Kultur eng verbunden, so mit dem Hula als traditionellem hawaiischem Tanz, der Hoʻoponopono (7)-Lebenshaltung sowie der hawaiischen Kampfkunst Lua. 

 
Lomilomi heute
 

Lomilomi als Jahrhunderte alte Körperarbeit gründet auf der Überzeugung, wonach unsere Kraft, unser Wissen wie auch unsere Erfahrungen in den Knochen verankert sind – eine Sichtweise, die übrigens auch im Westen nicht unbekannt ist (8). Zu diesen Erfahrungen gehören Traumata sowie Erinnerungen an physische Verletzungen wie Knochenbrüche. Lomilomi gehört zu den wenigen Massagen, die auf nicht-invasive Art tief in das Gewebe gehen und damit auch hier ihre Wirkung entfalten. 

Generell ist Lomilomi darauf ausgerichtet, (Ver-) Spannungen im ganzen Körper sowie in jeder Ebene abzubauen und so die ideale Spannung zu fördern, Blockaden zu lösen, Schmerzpunkte aus dem Körper zu bewegen und das innere Gleichgewicht, die Verbindung zum Universum, zu den Menschen und zur Erde (wieder-) herzustellen. Ziel ist es, Handlungsfähigkeit zu erreichen, damit das eigene Leben in Eigenverantwortung gestaltet werden kann. 

Traditionell ausgerichtete Lomilomi-Praktizierende verzichten darauf, Lomilomi in einem Spa oder Fitnesscenter anzubieten. Sie arbeiten an ausgewählten Klientinnen und Klienten in ihrer privaten Praxis oder bieten Community Work an als Engagement für die Gemeinschaft (9). Austausch, Meditation, Reinigungszeremonien, Chants und Gebete, Selbstfürsorge, Veränderungen von Gewohnheiten wie Ernährungsumstellung sind nur einige der Schwerpunkte, die zur Behandlung gehören. 

Wie alle anderen Techniken, entwickelt sich auch Lomilomi weiter, sowohl auf Hawaiʻi wie auch in Übersee. Neu dazu gekommen ist etwa der Aspekt der Prävention: Lomilomi wird heute nicht nur bei bereits bestehenden Beschwerden therapeutisch eingesetzt, sondern darüber hinaus auch im Sinne einer Gesundheitsvorsorge. 

Abgesehen davon existieren heute verschiedene Massageformen mit dem Namen Lomilomi, entsprechend gibt es auch Qualitätsunterschiede – je nach Herkunft, Lehrerinnen und Lehrer, Bezug zu Hawai‘i und Ausbildungsdauer. Der hier vorliegende Methodenbeschrieb folgt jedoch der traditionellen Lomilomi-Massageform (10). Er basiert auf der Kultur, den hawaiischen Werten wie z.B. Aloha (Mitgefühl), ‘Ohana (Familie), Lōkahi (Einheit), Kuleana (Verantwortung), Pule (Gebet) und den ursprünglichen Gesundheitstechniken der Inseln, vermittelt von anerkannten Lehrerinnen und Lehrern (11)

Arbeitstechnik und Ablauf

Eine Lomilomi-Massage erfolgt – wie bereits erwähnt – mit den Händen, Ellbogen, Unterarmen, Füssen und manchmal auch mit Steinen. Bewegung, Atmung, Körperhaltung sowie innere Haltung der massierenden Person sind das Fundament. Die Bewegungen sind unterschiedlich in Tiefe und Rhythmus. Die massierte Person ist immer zugedeckt, entweder mit ihren Kleidern oder mit Tüchern. Es wird mit oder auch ohne Öl massiert. Die Massagedauer ist unterschiedlich, je nach Bedarf. 

Auf Wunsch begleitet traditionelle oder zeitgenössische Musik aus Hawaiʻi die Sitzung. Nach Möglichkeit wird die Massage mit einem hawaiischen Gesang (Chant/Pule) eröffnet und beendet. 

Das Vor- und Nachgespräch, unter Einbezug der hawaiischen Lebensphilosophie, ist essentiell wichtig. Ziel ist zu verstehen, wo und wie Klient oder Klientin im Leben stehen, wie er/sie eingebettet ist in Familie, Gesellschaft und Beruf, welcher Lebensstil gepflegt wird und welche Probleme, Erwartungen und Wünsche vorliegen. 

 
 
Wirkungsweise

Im hawaiischen Denken werden Körper, Geist und Bewusstsein des Menschen als eine Einheit betrachtet, welche grundsätzlich zur Selbstregulierung (Homöostase) fähig ist. Doch Verspannungen aller Art und Ursprungs führen zu eingeschränkter Beweglichkeit und somit Schmerzen bis hin zu Blockaden, Entzündungen und körperlicher Verkümmerung. Diese Verspannungen behindern zudem die Versorgung des Körpers via Blutkreislauf, Nervenbahnen und Lymphsystem, was zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustands führt. Eine Lomilomi-Massage vermag den physischen wie auch den psychischen Zustand des Menschen positiv zu beeinflussen. Lomilomi leistet in allen Bereichen der Behandlungskette einen wichtigen Beitrag: Prävention, Therapie und Rehabilitation. 

  • Typische Beschwerden bei Rücken-, Nacken-, Schulter-, Hüfte-, Hand-, Knieschmerzen aufgrund von Verletzungen oder Entzündungen werden gelindert. 

  • Verspannungen, welche die Flexibilität und Ausrichtung der Gelenke beeinträchtigen, werden abgebaut. 

  • Die Zirkulation (lymphatisch, arteriell und venös) wird im ganzen Körper unterstützt. 

  • Auf der physiologischen Ebene hat Lomilomi nachweislich entzündungshemmende Wirkungen. Das Immunsystem wird unterstützt und stabilisiert. 

  • Die Atmungs-, Verdauungs- und Ausscheidungsfunktionen werden verbessert und die sensorischen und motorischen Komponenten des Nervensystems stimuliert. 

  • Die für Lomilomi typische Bauchmanipulation wirkt sich direkt auf die inneren Organe aus. 

  • Der Parasympathikus, der für jegliche Form der Genesung grundlegend ist, wird aktiviert. 

Der international anerkannte Lomilomi-Spezialist und -Lehrer Kumu Dane Kaohelani Silva (12) erklärt zusammenfassend: „Die unmittelbare Wirkung von Lomilomi besteht darin, einen Zustand tiefer Entspannung und Beruhigung von Geist, Körper und Bewusstsein herbeizuführen. Die für Lomilomi typischen passiven Manipulationen (13) und Gelenkmobilisationen richten den Körper neu aus und unterstützen die Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus kann Lomilomi dazu beitragen, die Auswirkungen von Depressionen, Schmerzen, Ängsten oder Traurigkeit zu lindern (14).“ 

 
Einsatzbereiche

Lomilomi hat als den ganzen Körper, ja den ganzen Menschen einbeziehende Massagetechnik ein sehr breites Wirkungsspektrum. Davon überzeugt, dass Körper und Geist zusammenhängen und sich somit gegenseitig beeinflussen, ist die Massage für folgende Situationen prädestiniert. 

Indikationen: 

  • löst Muskelverspannungen und Verklebungen der Muskelfaszien 

  • fördert die Beweglichkeit durch Gelenkmobilisationen und damit die Funktionen der Gelenke unterstützt die Funktionen des Körpers 

  • aktiviert Muskelketten und Faszienverbindungen 

  • dehnt Bänder und Sehnen 

  • führt zu einer verbesserten Durchblutung, aktiviert den Zellstoffwechsel und wirkt somit Entzündungsvorgängen entgegen 

  • lindert Schmerzen 

  • Ausgleich des autonomen Nervensystems und Anstreben eines hormonellen Gleichgewichts 

  • über spezifische Behandlungen entlang der Wirbelsäule werden gezielt Nerven und Organe stimuliert 

  • fördert die Selbstwahrnehmung/Orientierung durch Nachfragen der Kundschaft während der Massage und Selbstverantwortung durch Hausaufgaben 

  • stellt das innere Gleichgewicht her und hilft bei der Entfaltung der eigenen Kraft. 

  • fördert die Verantwortung für sich selbst und das eigene Leben. 

  • stillt die Sehnsucht nach Geborgenheit und stellt den Menschen in einen grösseren Zusammenhang (Familie, Gemeinschaft, Umwelt, Erde, Universum). 

Kontraindikationen: 

Je nach Ausgangslage kann die praktizierende Person einen bestimmten Bereich vermeiden oder auf bestimmte Massagetechniken verzichten oder gar nicht massieren. Zu vermeiden sind alle Anwendungen, die das Leiden verschlimmern könnten. 

a) gar kein Lomilomi bei: 

Akuten Lumbalgien, Situation nach Operationen, Knochenkrankheiten, Herpes und Gürtelrose, Einnahme von Blutverdünner, Thrombosen, übermässigem Drogen- oder Alkoholkonsum, ansteckenden Krankheiten, Venenentzündungen, Bindehautentzündungen, frischen Knochenbrüchen, Schwangerschaften in den ersten drei Monaten, Fieber, Vergiftungen (Nahrung, Medikamente...), Krebs (in Abhängigkeit von der Aussage der behandelnden Fachpersonen). Die Liste ist nicht abschliessend. 

b) kein Lomilomi in unmittelbarer Nähe des betroffenen Bereichs bei: 

Verbrennungen und Sonnenbrand, Osteoporose, Herzproblemen, degenerativem Gewebe und Gelenken, Kreislauferkrankungen, Prellungen, Schnittwunden und Abschürfungen, Hautausschlägen und Hautkrankheiten, Krampfadern, Neuralgien (Nervenschmerzen), Ödemen, nach Unfällen oder extremer Überbeanspruchung, frischen Verletzungen, Gelenkkrankheiten, Verstauchungen und Zerrungen, Zysten. Die Liste ist nicht abschliessend. 

Falls Therapeut oder Therapeutin ein ernstes Leiden vermuten, ist das Hinzuziehen eines Arztes oder einer Ärztin zwingend. Diese Absicherung dient sowohl Klient*in wie auch den Lomilomi-Praktizierenden. 

Im Westen kann Lomilomi eine schulmedizinische oder alternativmedizinische Behandlung unterstützen oder ergänzen, aber nicht ersetzen. In Hawai‘i ist Lomilomi dagegen eine traditionelle Heilkunst, die auch in Situationen angewendet wird, die bei uns als kontraindiziert gelten, etwa Fieber, Entzündungen aller Art oder vor kurzem erfolgte Frakturen. 

Unterschiede zu anderen Methoden
 

Lomilomi fokussiert auf mehr als der Behandlung isolierter Körperstellen. Basierend auf dem indigenen Wissen des alten Hawaiʻis, versteht sich Lomilomi als eine ganzheitliche Arbeit; sie sieht den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Bewusstsein, eingebunden in den grossen Zusammenhang zu woher wir kommen, wo wir gerade sind und wohin wir gehen. Vermittelt wird dieser ganzheitliche Ansatz durch Therapeut/Therapeutin, deren Wissen auf den hawaiischen Traditionen und Erkenntnissen aufbaut und entsprechend weit über rein anatomische Kenntnisse hinausgeht. Die Lomilomi-Praktizierenden sind somit nicht nur Körpertherapeuten; dank ihrer Kenntnisse und ihrer eigenen Verbindung zum hawaiischen Hintergrund vermögen sie auch eine Neupositionierung der Existenz von Patient oder Patientin anzuregen. 

Im Gegensatz zu anderen Massagen gehören zum Hauptfokus von Lomilomi nicht nur Muskeln, Faszien und Gelenke, sondern auch die Knochen. Sie gelten in Hawaiʻi als der Sitz von Kraft und Wissen. Lomilomi zählt zu den wenigen Massagen, die so tief greifen, dass auch unser Skelett einbezogen wird. Ebenso einbezogen wird der Bauch, Sitz des enterischen Nervensystems (Bauchhirn) und komplexes Geflecht von Nervenzellen. Er ist zentral für unser Wohlbefinden wie auch unser Immunsystem. Deshalb erhält er bei einer Lomilomi-Massage weit mehr Aufmerksamkeit als bei anderen Massagetechniken.

 

Lomilomi-Therapeut*innen arbeiten nicht nur mit ihren Händen, sondern mit Unterarmen, Fingern, Knöcheln, Ellbogen, Knien, Füssen, Stäbe und Steinen. Die Massagebewegungen sind nicht isoliert, sondern stehen in Verbindung mit dem ganzen Körper. Sie finden ihre Verankerung und Balance – und somit ihren Schwung und Druck – in der Haltung der Massierenden, gehen einher mit deren Atemrhythmus und finden ihren Ausdruck schliesslich in jenen Massage-Bewegungen, die den Körper der Kundschaft in seiner Ganzheit einbeziehen. 

Die Schulung der Lomilomi-Lernenden geht weit über die Massage-Technik hinaus. Ebenso einbezogen werden Körperhaltung, Pflanzenkunde, hawaiische Kultur und hawaiische Lebenskonzepte. Auch die Berührungsqualität wird geschult: Respektvoll, mit Mitgefühl, ganzheitlich und mit „Aloha“(15). Oder wie es Margaret Machado (16) sagt: „Deine Hände zeigen dein Herz. Dein Patient wird die Aufrichtigkeit deines Herzens spüren. Lomilomi ist eine Berührung mit Aloha.“ 

Über Aloha Spirit
 

AlohaSpirit GmbH, 1996 gegründet, ist in der Schweiz das einzige Zentrum für hawaiische Körperarbeit und Kultur. AlohaSpirit ist seit 2018 als Schule von der ASCA anerkannt. AlohaSpirit ist gleichzeitig die einzige Lomilomi-Schule in Europa, die von der ʻAhahui Lomilomi Association Hawaiʻi, ALH17, anerkannt ist. Seit 1996 bieten wir Aus- und Weiterbildungen in Lomilomi-Massage, Hula-Tanz und hawaiischer Kultur an. 

AlohaSpirit ist beim SVBM (Schweizerischen Verband der Berufsmasseurinnen und –Masseure) Kontrollstelle für die im Bereich Lomilomi tätigen Mitglieder. 

 
Referenzen und Beratende aus der hawaiischen Kultur

(in alphabetischer Reihenfolge): 

Kumu Keala Ching, Hawaiʻi, Lehrer für Hula, Sprache und Ho‘oponopono 

Kumu Haunani Hopkins, Hawaiʻi, Lehrerin in Lomilomi und Präsidentin von ʻAhahui Lomilomi Association Hawaiʻi, ALH 

Kumu Dane Kaohelani Silva, Hawaiʻi, Lehrer für Lomilomi und Pflanzenheilkunde 

Makana Risser Chai, Autorin und Lomilomi Expertin. 

 
Quellen und Anmerkungen

- Risser Chai, R. Makana: “Nā Moʻolelo Lomilomi: Traditions of Hawaiian Massage and Healing”, Bishop Museum Press (2005) 

- Risser Chai, R. Makana & Zak, John C. Kalani: “Hawaiian Massage Lomilomi: Sacred Touch of Aloha”, Hawaiian Insights (2007) 

- Silva, Dane Kaohelani: “Hoʻomana”, DVD (2014) 

- Kahalewai, Nancy (2004): “Hawaiian Lomilomi - Big Island Massage”, IM Publishing (2005) 

- Silva, Dane Kaohelani & Risser Chai, R. Makana in Stillerman Elaine: “Modalities for Massage and Bodywork”, Mosby (2009) 

- Jensen, Lucia Tarallo & Jensen, Natalie Mahina: „Nā kaikamahine ‘o Haumea“, Pueo Press (2005) 

- ʻAhahui Lomilomi Association Hawaiʻi, ALH (früher HLA), www.hawaiilomilomi.org 

  1. Kahuna = hawaiisch. Wörtlich: Priester, Experte 

  2. Dass Lomilomi diese Bedeutung auch heute noch hat, sogar in Europa, zeigt die Aussage von Prof. Dr. Barbara Köhler, Spezialistin für Beckenbodenprobleme, Zürich: „In meine Praxis kommen Menschen mit Verdauungs- und Ausscheidungsproblemen sowie chronischen Beckenschmerzen. Die Massage des Bauchs mittels Lomilomi-Technik hat sich besonders bewährt. Nach einigen Behandlungen sind die meisten Betroffenen begeistert und erleben nach vielen problematischen Jahren endlich eine Verbesserung ihrer Situation.“  

  3. Kupuna = Ehrbezeichnung für eine ältere Person 

  4. Margaret Machado (1916 – 2009) gilt auf Hawai‘i als die „Mutter des Lomilomi“. 

  5. Das Board of Massage ist Teil des hawaiischen Governments (http://cca.hawaii.gov/pvl/boards/massage/). 

  6. Das Hawaiian Medical Board ist Teil des hawaiischen Governments (http://cca.hawaii.gov/pvl/boards/medical/).  

  7. Hoʻoponopono ist eine traditionelle hawaiische Methode zur Findung des inneren Gleichgewichts. Hoʻo bedeutet "etwas tun", pono bedeutet "Richtigkeit", "ins Gleichgewicht bringen" oder "zur Vollkommenheit bringen". In der hawaiischen Lebenshaltung gibt es keine falsche Ausgangslage, wir können nur verbessern - "richtiger" machen -, was bereits richtig ist. Die Verdoppelung des Worts pono unterstreicht die Wichtigkeit des Themas. 

  8. So verwenden wir nicht nur das Sprichwort: „Das sitzt mir in den Knochen.“ Auch haben laut Epigenetik die Gene als zentrale Bestandteile unserer Zellen ein Gedächtnis, was dazu führt, dass etwa Traumata – im Tierversuch bewiesen, bei Menschen vermutet – über mehrere Generationen vererbt werden können. 

  9. Kostenlose Arbeit von Lomilomi-Praktizierenden im Rahmen der Community-Work ist in Hawai‘i weit verbreitet und gehört zum Engagement. 

  10. „AlohaSpirit” ist dieser traditionellen Form von Lomilomi verpflichtet.  

  11. Siehe dazu Liste mit Referenzen am Schluss.  

  12. Kumu Dane Kaohelani Silva, geboren in Hilo (Hawai‘i), ist Doktor der Chiropraktik, spezialisiert auf Diagnose, Orthopädie und Neurologie. Er entwickelte 1982 das erste staatlich anerkannte Ausbildungsprogramm für Lomilomi-Massagen. In seine Arbeit integriert er Chiropraktik, Lomilomi, Kräuterkunde und Akupunktur. 

  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19943576 (Link zu Abstract. Die ganze Studie kann bei uns bestellt werden.) 

  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26531268 (Link zu Abstract. Die ganze Studie kann bei uns bestellt werden.)  

  15. „Aloha“ ist die hawaiische Grussformel, gleichzeitig Synonym für „Zuneigung“, „Nächstenliebe“, „Mitgefühl“. 

  16. Siehe Anmerkung 4 

  17. Die ALH ist auf Hawai‘i das entscheidende Gremium in Sachen Authentizität der Lomilomi-Massage.  

Die Nutzung dieses Texts erfolgte mit freundlicher Genehmigung von © AlohaSpirit GmbH.